Standort
Frankfurt als Markt: Größe, Tempo und Konkurrenzdruck
Mit rund 770.000 Einwohnern auf 248,31 km² ist Frankfurt die einzige Millionenstadt-Kandidatin im weiteren Umkreis von Wetzlar und zugleich einer der dichtesten Werbemärkte für Webdesign in ganz Deutschland. Wer hier nach einer Agentur, einer Kanzlei oder einer Praxis sucht, findet auf einen Blick dutzende Anbieter, die sich in Auftreten und Leistungsversprechen kaum unterscheiden. Für eine Website zählt deshalb nicht in erster Linie, überhaupt gefunden zu werden, sondern innerhalb weniger Sekunden zu zeigen, was ein Unternehmen von der Masse ähnlich professionell wirkender Wettbewerber tatsächlich unterscheidet, bevor ein Besucher zur nächsten Seite weiterklickt. Kaum eine andere Stadt in Deutschland versammelt so viele Anbieter aus so vielen Branchen auf so engem Raum.
Wirtschaftlich tragen Banken und Finanzdienstleister wie die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Europäische Zentralbank die Stadt, dazu internationale Konzerne wie Lufthansa und Sanofi-Aventis sowie der Flughafenbetreiber Fraport. Hinzu kommt die Frankfurter Messe als einer der größten Messeplätze weltweit, die zusätzlich internationales Fachpublikum anzieht. Um diese Adressen herum arbeiten unzählige Kanzleien, Beratungen und IT-Dienstleister, die regelmäßig Partner und Fachkräfte suchen, oft ohne persönliche Vorkenntnis. Für diese Zielgruppe muss eine Website Kompetenz, Referenzen und einen konkreten Ansprechpartner erkennbar machen, denn hier entscheidet häufig eine Abteilung, nicht eine Einzelperson, anhand genau der Angaben, die vorher online standen.
Parallel existiert in den 37 Stadtteilen ein ganz anderer Markt: Handwerk, Praxen, Einzelhandel und Gastronomie, die ihre Kunden aus der eigenen Nachbarschaft gewinnen, oft über Jahre gewachsen und mit festem Kundenstamm. Hier zählt nicht internationale Reichweite, sondern ob Leistung, Gebiet und Kontaktweg binnen Sekunden erkennbar sind, meist auf dem Smartphone und oft mit einem ganz konkreten Anliegen. Ein Handwerksbetrieb aus einem Stadtteil wie Höchst braucht deshalb eine andere Ansprache als eine internationale Kanzlei aus dem Westend, auch wenn beide auf derselben technischen Grundlage aufbauen. Wer beide Märkte verwechselt und einen lokalen Handwerksbetrieb wie eine internationale Kanzlei präsentiert, wirkt auf Nachbarschaftskunden schnell unpersönlich und unnahbar.
Hinzu kommt die Lage als Verkehrsknotenpunkt: Der Flughafen Frankfurt liegt nur rund 10 km beziehungsweise etwa 15 Fahrminuten vom Zentrum entfernt, der Hauptbahnhof verbindet die Stadt mit ganz Deutschland und weiten Teilen Europas. Universitätsklinikum, Nordwestkrankenhaus und Bürgerhospital bilden ein dichtes Gesundheitsnetz, Goethe-Gymnasium und Lessing-Gymnasium sorgen für stetigen Zulauf von Familien in die Stadtteile. Wer internationale Kunden, Geschäftsreisende oder Messebesucher erreichen will, sollte diese Erreichbarkeit konkret auf der eigenen Website nennen, statt sie stillschweigend vorauszusetzen und erst im persönlichen Gespräch zu erklären.