Aufträge finden
Wie Handwerksbetriebe planbar neue Aufträge finden
Wer als Heizungsbauer oder Sanitärinstallateur neue Aufträge finden will, hat im
Kern drei Wege: Empfehlung, Auftragsportal oder Suchmaschine. Empfehlung
ist der beste Weg, aber er lässt sich nicht aufdrehen, wenn ein Monat
schlecht anläuft. Auftragsportale liefern Menge, verkaufen dieselbe
Anfrage aber oft an drei bis fünf Betriebe weiter, sodass am Ende der
Preis entscheidet und nicht die Leistung. Die Suchmaschine ist der einzige
Kanal, der sich am selben Tag hoch- und runterdrehen lässt und bei dem
die Anfrage nur bei dir landet.
Der Gebäudebestand entscheidet mit, welche Aufträge überhaupt
entstehen. Altbau im Ortskern bringt Reparatur und Sanierung, Neubaugebiete
am Rand bringen Neuanlagen. Wer beides mit derselben Anzeige bewirbt,
spricht keinen von beiden richtig an.
Warum Google-Werbung für Heizung und Sanitär funktioniert
Der Unterschied ist die Absicht. Wer bei Google nach einem Fachbetrieb
in seiner Nähe sucht, sucht keinen Vergleich und kein Angebot in drei Wochen.
Wenn ein Rohrbruch im Keller ansteht, wird die erste Nummer angerufen, die
erreichbar aussieht. Das ist die teuerste und gleichzeitig lohnendste
Sekunde im ganzen Handwerksmarketing: der Moment zwischen Problem und
Anruf. Genau dort setzt Google-Werbung an.
Warum Auftragsportale meist die schlechtere Rechnung sind
Portale verkaufen Leads mehrfach. Aus Sicht des Portals ist das
logisch, aus deiner Sicht heißt es: du bezahlst für eine Anfrage,
die parallel bei vier Wettbewerbern liegt, und gewinnst sie nur, wenn du
der Schnellste oder der Günstigste bist. Bei einem dringenden Einsatz
um 22 Uhr spielt das kaum eine Rolle, weil ohnehin nur einer rangeht. Bei
einem Projekt wie ein Heizungstausch für 18.000 Euro spielt es sehr wohl eine Rolle, weil
du gegen drei Angebote antrittst, die du nie zu sehen bekommst.
Über eine eigene Kampagne läuft die Anfrage direkt bei dir
auf. Kein Zwischenhändler, keine Weiterverkaufskette, keine Provision
auf den Auftragswert. Du bezahlst die Sichtbarkeit, nicht den Zugang zu
einer Liste.
Wonach in Heizung und Sanitär tatsächlich gesucht wird
Die Suchanfragen zerfallen in drei Gruppen, und die gehören
getrennt behandelt, weil sie unterschiedlich viel wert sind:
- Notfall. Rohrbruch, Wasserschaden, verstopfter Abfluss, Heizung ausgefallen, kein warmes Wasser, Toilette verstopft. Entscheidung in Minuten, Auftragswert meist dreistellig bis niedrig vierstellig, Abschlussquote hoch.
- Instandhaltung. Heizungswartung, Thermenwartung, Heizkörper tauschen, Armatur undicht, Wasserhahn tropft. Entscheidung in Tagen, gute Basis für Wartungsverträge und Folgeaufträge.
- Projekt. Heizung erneuern, Ölheizung austauschen, Wärmepumpe einbauen lassen, Bad sanieren, barrierefreies Bad, Fußbodenheizung nachrüsten. Entscheidung in Wochen, Auftragswerte fünfstellig.
Ein Betrieb, der alle drei Gruppen in einer Kampagne mit einem Budget
bewirbt, verbrennt Geld. Die dringenden Suchen sind billig und häufig
und fressen das Budget auf, bevor die teure Projektsuche überhaupt
eine Chance bekommt. Deshalb trennen wir nach Auftragsart, mit eigenem
Budget, eigenen Anzeigen und eigener Zielseite.
Erreichbarkeit ist der größte Hebel
Der teuerste Fehler ist nicht ein zu hohes Gebot, sondern ein Anruf,
der ins Leere geht. Ein Anruf um 18:40 Uhr, den niemand annimmt, ist
bezahlt und weg, und der Anrufer wählt innerhalb von zwei Minuten die
nächste Nummer. Deshalb legen wir die Anzeigenzeiten nicht auf
Ladenschluss, sondern auf deine tatsächliche Erreichbarkeit.
Ob das funktioniert, lässt sich messen. Jeder Anruf aus der
Kampagne wird mit Uhrzeit, Dauer und Wartezeit erfasst. Aus diesen drei
Werten sieht man sofort, wie viele Anrufe angenommen wurden, wie viele
nach fünf Sekunden aufgelegt haben und wie viele echte Verluste
waren. Ein Betrieb, der 40 Prozent seiner bezahlten Anrufe nicht annimmt,
hat kein Marketingproblem, sondern ein Telefonproblem. Das sagen wir
lieber vorher als nach drei Monaten.
Was eine Anfrage kosten darf
Die Rechnung ist simpel und du solltest sie machen, bevor du irgendwo
unterschreibst. Nimm den durchschnittlichen Deckungsbeitrag eines Auftrags
und teile ihn durch die Zahl der Anfragen, die du brauchst, um einen
Auftrag zu bekommen. Bei einem dringenden Einsatz mit 320 Euro
Deckungsbeitrag und einer Abschlussquote von 60 Prozent darf die
Anfrage bis etwa 190 Euro kosten, bevor du drauflegst. Bei einem
Projekt mit 4.000 Euro Deckungsbeitrag und einer Abschlussquote von
20 Prozent liegt die Grenze bei rund 800 Euro pro Anfrage.
Reale Anfragepreise liegen in den meisten Gebieten deutlich darunter.
Genau deshalb funktioniert der Kanal. Die Zahlen oben sind Rechenbeispiele,
keine Zusage: Klickpreise, Wettbewerbsdichte und Abschlussquoten
unterscheiden sich von Ort zu Ort und von Betrieb zu Betrieb.
Einzugsgebiet und Radius
Die Kampagnengeometrie entscheidet mit über die Wirtschaftlichkeit:
Radien, Anfahrtszeiten und die Frage, ob sich ein Auftrag 25 Kilometer
entfernt für dich überhaupt noch rechnet. Ein Anbieter, der den
Radius pauschal auf 50 Kilometer stellt, bezahlt Anfragen, die du gar nicht
annehmen willst. Deshalb setzen wir das Gebiet nicht als Kreis um eine
Postleitzahl, sondern entlang deiner tatsächlichen Fahrwege: Kernzone
mit vollem Gebot, Randzone mit reduziertem Gebot, alles darüber hinaus
ausgeschlossen. Einzelne Stadtteile und Nachbarorte werden getrennt
bewertet, weil Auftragswert und Wettbewerb dort auseinandergehen.
Pro Gebiet und Gewerk arbeiten wir nur mit einer begrenzten Anzahl an
Betrieben. Zwei Kunden im selben Auktionsraum bieten sich gegenseitig
hoch, beide zahlen mehr und keiner gewinnt.